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Fledermäuse bestimmen

Spannendes Seminar zur Bestimmung von Fledermausarten

Dieser Beitrag berichtet über den Fledermausbestimmungskurs vom 6. Oktober 2007, für den ich damals Matthias Hammer und Dr. Andreas Zahn, Ansprechpartner der Fledermauskoordinierungsstellen Nord- und Südbayern gewinnen konnte.

Auftakt war ein umstrittenes Bild einer Fledermaus im Internet, welches durch den verantwortlichen Homepage Administrator auf eine Bitte hin, bereits entfernt wurde. Die Fledermaus wurde als „Großes Mausohr“ bestimmt.

Im Kurs anwesend waren etwa ein halbes Dutzend Höhlenvereinsmitglieder und mehr als ein Dutzend an Höhlen Interessierter, die sich über das Internet gefunden hatten. Die Vorsitzende des VdHK, Bärbel Vogel, erklärte den Anwesenden, welche Folgen in der Öffentlichkeit aufgrund dieser unkommentierten Veröffentlichung auch für alle organisierten Forschergruppen entstanden waren.

Es wurde in knappen Worten erläutert, wie das Bild im Sommer entstanden war. Dass Fledermäuse manchmal in den Haaren oder auch direkt im Gesicht eines Forschers landen können, wurde von verschiedenen Anwesenden berichtet.

Nach dieser Einleitung in das Thema stellte Dr. Andreas Zahn das Leben einer Fledermaus im Jahresablauf vor. Fledermäuse werden bis zu 30 Jahre alt. Auch der zweite Vortrag über Fledermausquartiere in Franken von Matthias Hammer war spannend.

Höhepunkt des Bestimmungskurses war jedoch ohne Zweifel die Bestimmung der Fledermausarten anhand von „Fledermausleichen“. Einige Teilnehmer waren nun richtiggehend begeistert. Die Trefferquote war denn auch hoch. Leider war das anschließende Bestimmen der Arten anhand von Bildern deutlich schwieriger. Für die Praxis im Gelände wird es noch deutlich größerer Erfahrung bedürfen. Entsprechend ermutigte Dr. Andreas Zahn auch die Anwesenden sich an Bestimmungen und Zählungen zu beteiligen.

Am Schluss der Veranstaltung nach über 4 Stunden hatten jedenfalls alle Beteiligten das Gefühl, dass es ein lohnender Nachmittag war, der viel Sachkenntnis für den Schutz und die Erhaltung der geschützten Tiere brachte. In Zusammenarbeit mit den Koordinationsstellen für Fledermausschutz können nun Fledermauspopulationen bestimmt werden.

Der Vortrag "Biologie und Schutz von Fledermäusen", ein Bestimmungsschlüssel und ein Muster des Kartierformblattes stehen für Mitglieder zum Download zur Verfügung.

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