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Die Räuberhöhle von Adelsdorf

Eine Kleinsthöhle mit besonderem Charme!

Die kleine, schnuckelige Räuberhöhle wurde am Katterbach zwischen Adelsdorf und Neukatterbach lokalisiert. Es handelt sich um einen Abbau für die Gewinnung von Scheuersand. Auch hier ist die Wintersperre zu beachten.

Ca. 30 Meter über Bachhöhe, an einem bewaldeten Westhang, findet sich die Höhle im krümeligen Sandstein. Mit ca. 22 m² und einer größten Länge von etwa 7 Meter, endet der Felsenkeller. Jedoch viele kleine Spalten, Verwitterungen und Verzweigungen in Miniatur sind neben Bruchspalten vorhanden.

Leicht zu befahren, gar invalidentauglicher Boden aus verdichtetem Lehm, lädt ein zum Verweilen, was an einer Feuerstelle und etwas Proviantabfällen klar erkennbar wird. Diese elenden, schwarzen Kellerfliegen tummeln sich zu Hauf und Schneckenrennen an der Höhlendecke sind die Touristenattraktion. Fledermäuse waren zum Zeitpunkt der Befahrung keine vorzufinden, da diese sich vermutlich lieber ruhigere Orte suchten, als in dem mit Kerzenruß und Rotzpopel verschmierten Loch rumzuhängen. 

Eine Tupperbox Typ „Geocaching“ eines marco2206 (GCJ52Q bei geocaching.com) durfte natürlich verbleiben, der Rest an Unrat wurde sofort entfernt und dem dualen System „gelber Sack!“ vorbildlich zugeführt.

Sollte jeder machen und die Welt sauber halten!

Spuren von handbeschlagenem Stein an auffallend vielen Stellen, lassen auf Nachbearbeitung und Erweiterung schließen. Vermutlich entstand die Höhle grundsätzlich durch Risse und Spalten im Stein und durch Verwitterung des zum Teil auffallend weichen Materiales.

Die Theorie, dass die Höhle von Räuberhand erschaffen worden wäre ist nachvollziehbar, ist jedoch auf Grunde des Umfeldes wohl dann doch falsch! 

Tatsächlich , in nähester Umgebung fallen immer wieder Absenkungen des Waldbodens auf. Recht lange, rundlich großflächige Gräben umschließen den Höhlenbereich. Das Gelände erinnert stark an eine Wehranlage, was bestimmt eher zufällig entstand, da es dort überhaupt nichts zu verteidigen gäbe außer der Ehre des Höhlenfinders. Ein Fuchsbaueingang, ca. 25 Meter fern der Höhle, mündet klar zu erkennen steil abwärts in einen Verbruchbereich weiterer sehr enger Hohlräume. Tief da unten verliert sich der Schein der Taschenlampe unter wirrem Gelage der dort wohl eingestürzten Höhlendecke.

Aussage der alteingesessenen Wirtshaushocker bei einem erfrischendem Bier: „Da waren im Mittelalter die Räuber drin und ham die Leut überfalln!“  Es wurde auch verkündet, das der Bereich um die Höhle mit unterirdischen Gängen gespickt wäre, die bis zu „weis der Teufel wo hin“ führen. Da soll mal einer erzählen, im Bereich um Aisch und Zenn gäbe es keine Höhlen – doch, man muss nur ein Auge und Ohr dafür haben, wo was zu finden ist! 

Materialempfehlung: Mückenabwehrspray und Müllsack

Lebewesen: Kellermücken, Schnecken aller Art, diverse Spinnen, Spitzmaus

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