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1271 / 20 Gamsloch, Saisonstart im Estergebirge

Die Suche nach dem Gamsloch

Teilnehmer: Johanna Bartos, Mathias Beck, Stefan Gaar und Andreas Schuller

Bereits am 1.4.2017 machten wir uns auf, um die Höhlensaison am Hohen Fricken einzuleiten. Ziel der Unternehmung war es, das Gamsloch zu finden und sich drinnen ein wenig umzusehen. Es handelt sich um eine eher kurze Höhle, von der man sich aber erhofft, nach Überwindung eines Verbruches weit in den Berg hinein vordringen zu können.

Zunächst stiegen wir über den Kuhfluchtgraben bis auf ungefähr 1300 Meter Seehöhe auf. Dort trafen wir zufällig auf ein weiteres Mitglied der Höhlenforschung Südbayern, nämlich auf Jörg Zimmermann, der mit seinem Sohn auf dem Weg zur Frickenhöhle war.

Wir verließen den bekannten Weg und wanderten auf gleicher Höhe bleibend an den steilen Flanken des Hohen Fricken durch unwegsames Gelände weiter. Das Vorankommen durch Fels und Wald war durchaus anspruchsvoll; Hindernisse mussten umgangen und so manche Kletterstelle überwunden werden. So dauerte die Suche dann auch mehrere Stunden.

Auf unserem Weg fanden wir zwei kleine (Halb-)Höhlen und ein Abri. Auch kletterten wir ein Felsband an einer günstigen Stelle mit Seilhilfe ab. Ein Schlauchstück in einer Steilrinne brachte uns schließlich auf die richtige Spur. Ein gutes Stück weiter oben erreichten wir dann auch das Gamsloch. Der Höhlengang ließ sich über einen kleinen See und nach ein paar Kurven bis zu einem einige Meter tiefer liegenden Siphon verfolgen.

Ein in der Höhle verlegter Schlauch dient wohl zum entleeren des Siphons. Dahinter soll auch ziemlich schnell das Höhlenende an einem Verbruch erreicht sein, an dem schon einige bisher erfolglos gearbeitet haben.

Da wir nun wissen, wie man diese Höhle erreicht, werden wir wahrscheinlich nochmal herkommen, um den Siphon zu leeren, uns den Verbruch anzusehen und unser Glück zu versuchen. Denn das Gamsloch ist durchaus nicht uninteressant; möglicherweise lässt sich hier der Siphonbereich der benachbarten Frickenhöhle umgehen und ein Zugang zu einem bis weit unters Estergebirge reichenden Höhlensystem herstellen.

Für diesen Ausflug hatten wir jedenfalls unser Ziel erreicht und machten uns zufrieden auf den Rückweg ins Tal.

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